DIE ROSA KÖNIGIN
Mortadella Bologna g.g.A.
DIE GESCHICHTE
Die Ursprünge
Die Mortadella Bologna hat uralte Wurzeln und gilt als die Wurstspezialität, die symbolisch für die gastronomische Tradition Bolognas steht. Ihre Ursprünge liegen in den Gebieten des antiken etruskischen Felsina und des Bononia der Gallier vom Stamm der Boier – Gebieten, die von weitläufigen Eichenwäldern geprägt waren, die reichlich Eicheln für die Schweinezucht lieferten.
Aus diesen Schweinen, die seit jeher fester Bestandteil der lokalen Esskultur sind, entstand eine Tradition, die sich über Jahrhunderte hinweg entwickelte und schließlich zur unverwechselbaren Mortadella Bologna g.g.A. wurde – einem weltweit anerkannten gastronomischen und kulturellen Erbe.
Der Name
Das erste Zeugnis, das mit der Mortadella in Verbindung gebracht wird, befindet sich im Archäologischen Museum von Bologna: eine Stele aus der römischen Kaiserzeit, die auf der einen Seite sieben grasende Ferkel und auf der anderen einen Mörser mit Stößel zeigt. Dieses Werkzeug wurde von den Römern verwendet, um Fleisch mit Salz und Gewürzen zu zerstoßen und zu vermengen. Dies legt nahe, dass der Begriff „mortadella“ von mortarium oder murtatum abstammt, also „fein im Mörser zerkleinertes Fleisch“ bedeutet.
Eine weitere faszinierende Hypothese führt den Namen hingegen auf den lateinischen Begriff myrtatum zurück, der von myrtus, der Myrte, abgeleitet ist. Diese aromatische Pflanze war die Hauptzutat einer alten Wurstware namens farcimen myrtatum, die sowohl von Plinius dem Älteren als auch von Varro erwähnt wurde.
Die Mortadella Bologna blickt auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück und gilt als die berühmteste Wurstspezialität der gastronomischen Tradition des Bologneser Raums.
Die Entwicklung
Seit der Zeit der alten Römer wurde das Rezept dieser außergewöhnlichen Wurstspezialität von Generation zu Generation weitergegeben, bis es in der Neuzeit schließlich vom Agronomen Vincenzo Tanara in den frühen Jahren des 17. Jahrhunderts präzise beschrieben wurde.
Der entscheidende Wendepunkt kam jedoch am 24. Oktober 1661, als Kardinal Farnese per Erlass die Regeln für die Herstellung dieser ikonischen Wurstspezialität festlegte: ein inzwischen legendäres Datum, das wir heute als International Mortadella Day feiern!
Seitdem hat sich die Mortadella Bologna von einem Eliteprodukt, das Adligen und Wohlhabenden vorbehalten war, zur Rosa Königin der italienischen Wurstwaren entwickelt – zu einer wahren Ikone der italienischen Kultur und der traditionellen Küche!
DIE PRODUKTSPEZIFIKATION
Die Bezeichnung „Mortadella Bologna g.g.A.“ erhält man nicht einfach: Sie ist ausschließlich Produkten vorbehalten, die die in der Produktspezifikation festgelegten Regeln genau einhalten. Dabei handelt es sich um eine Reihe strenger Vorschriften, die die Qualität und Authentizität der Wurstspezialität schützen und dem Verbraucher ein einzigartiges und unnachahmliches Produkt garantieren.
Die Anforderungen der Produktspezifikation betreffen wesentliche Aspekte:
- Produktionsgebiet, das streng auf die in der Produktspezifikation genannten italienischen Gebiete begrenzt ist (Emilia-Romagna, Piemont, Lombardei, Venetien, Provinz Trient, Toskana, Marken und Latium).
- Rohstoffe und Fleischstücke, die nach präzisen Kriterien ausgewählt werden, um ausschließlich höchste Qualität zu gewährleisten.
- Verarbeitungsschritte, die moderne Techniken mit der Wahrung der handwerklichen Tradition verbinden.
- Organoleptische und chemisch-physikalische Eigenschaften, die Konsistenz, Duft und den unverwechselbaren Geschmack des Produkts bestimmen.
- Strenge Kontrollen, die unerlässlich sind, um die Einhaltung der Produktspezifikation und höchste Sicherheit zu gewährleisten.